Die organisatorische Eingliederung einer Unternehmenseinheit führt immer zu einer impliziten Ausrichtung im Kontext der übergeordneten Einheit. Was meine ich damit? Das ist schnell erklärt:
90er: In einem meiner letzten Posts bin ich auf die C-Level Zyklen eingegangen. Schauen wir uns die IT aus diesem Kontext an: Im Jahrzehnt des CIO, in den 90ern, fokussierte sich die IT auf Büroautomation, Eigenlösungen, Vernetzung und Automatisierung. Es war das Industrialisierungszeitalter der IT, Informatik durchdrang alle Bereiche des Unternehmens. Böse Zungen könnten Sagen “IT der IT willen”.
00er: Im Jahrzehnt des CFO lag der Fokus auf “ERP”. Enterprise Resource Planning Lösungen, welche mit Ihren Funktionen das Rechnungswesen, die Produktionsplanung und -Steuerung, die Materialwirtschaft, das Personalwesen, etc etc unterstützen. Wir kennen alle die grossen Player auf diesem Gebiet: SAP, Navision, Sesam Sage, Abacus um nur Einige zu nennen. Das ist erledigt, der CFO hat die IT für seine Zwecke vereinnahmt und umgesetzt.
Und jetzt, “wohin muss die Informatik”? Eben, rein in die Marketingabteilung oder besser: Zum Chief Community Officer (Unterschied siehe beim Post “Der CMO ist tot…”) Näher zum Kunden, zum Verbraucher, zur Community, welche sich im Social Web tummeln und riiessige Datenmengen produzieren, welche die IT zukünftig analysieren muss
Das Gleiche gilt für die Forschungsabteilung, F&E oder auf Englisch R&D genannt, man will ja nicht die Produkte an den Kunden vorbei entwickeln. Eigentlich könnte man die Produkte direkt durch die Community entwickeln lassen, dann könnte man sich die teure Forschungsabteilung sparen… …da liegt der Kollege Christian Hirsig mit seiner Atizo (100 Sekundenvideo) goldrichtig.
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